1/10/2006 |
Bremen, Wardamm |
Im Sommer 1995 entstand auf einer brach liegenden, ehemaligen Deponie in Bremen, Wardamm, die Gründung eines neuen Industriegebietes mit einer Gesamtfläche von
75.000 m².
Der schlecht tragfähige Untergrund mit einer Mächtigkeit von 7-12 m (setzungsempfindliches Material) war eine Herausforderung, da aufgrund der zu erwartenden Belastung des späteren starken Lastkraftwagenverkehrs mit großen Setzungen zu rechnen war.
Das Planungsbüro, das auch die Bauleitung führte entschied sich für eine Lösung mit Geokunststoffen. Umgesetzt wurde die Baumaßnahme folgendermaßen: Aufbau mit einer Planumsangleichung (Sand bis 1,5% Gefälle), 30 cm Schüttmaterial (Kies) mit mittig angeordneter Geogitterlage (knotenfestes Tensar SS30), einer abdichtenden, 30 cm starken mineralischen Dichtung mit einer Durchlässigkeit von 10-9 m/s und eines Straßenoberbaus mit 10 cm Betonsteinpflaster. Die Fertigstellung der Baumaßnahme erfolgte Ende 1996.
Aufgrund der Materialeigenschaften des Geogitters wurde die Schüttmaterialdicke um einen wesentlichen Teil im Vergleich zu einem konventionellen Aufbau verringert, wodurch wiederum Kosten und Arbeitszeiten gesenkt wurden.
Heute, 10 Jahre nach der Fertigstellung, gibt es keine Setzungen oder Unebenheiten. Das knotenfeste Geogitter hat sich bewährt – in ökonomischer und ökologischer Hinsicht.
|
|
|
|