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1/8/2006

Sanierung der Betonfahrbahnen in Magdeburg

Seit 1992 bemühen sich die Verantwortlichen der Landeshauptstadt Magdeburg - mit großem Erfolg - um wirksame Methoden, vorhandene Betonfahrbahnen bituminös zu überbauen und innovative Bauweisen einzusetzen. Für die Landeshauptstadt Magdeburg ist eine dieser Erfolg versprechenden innovativen Lösungen der Einsatz von Asphalteinlagen, mit denen seit über 20 Jahren in ganz Deutschland positive Erfahrungen gemacht wurden. Die vor allem im Nebennetz der Stadt vorhandenen Betonfahrbahnen sind natürlich auch durch die wachsenden Achslasten - aufgrund von Unterbemessung und Liegezeiten -zwischenzeitlich zum größten Teil stark beschädigt. Neben den Quer- und Längsfugen treten zusätzlich Risse auf, diese signalisieren deutlich die Notwendigkeit der Erhaltungsmaßnahmen.

Die Untersuchungen ergaben, dass auf dem anstehenden Boden eine Sauberkeitsschicht von ca. 25 cm vorhanden war und die Betonplatten in einer Dicke von ca. 22 cm darauf verlegt worden waren.

Die wesentlichen Arbeitsschritte des Sanierungskonzeptes, welches in nachfolgender Form umgesetzt wurde, waren:
· Feinfräsung der gesamten Betonfahrbahn in einer Dicke von 4 – 8 cm. Durch die Feinfräsung wurde eine gleichmäßige Unterlage hergestellt.
· Ausbau stark beschädigter Betonplatten und erneuern mit Asphalt (Tragschicht 9/22 B 50/70)
· Entfernen von losen Bestandteilen und Reinigung der Fahrbahn.
· Einbau einer Asphaltbinderschicht als Ausgleichsschicht (0/16 B 50/70).
· Anspritzen der gesamten Fläche mit polymermodifizierter Bitumenemulsion (U 70 K PmB)2 kg/m2.
· Verlegen des Verbundstoffes Tensar Glasstex P 50 in die teilgebrochene Bitumenemulsion und Absplitten mit Edelsplitt 2/5.
· Einbau einer 4 cm bituminösen Deckschicht (Asphaltbeton 0/11 B 50/70).

Langjährige Erfahrungen belegen, dass der Einsatz des Verbundstoffes Tensar Glasstex in Verbindung mit dem aufgebrachten Bitumen und der Deckschicht eine abdichtende Funktion besitzt. Lokal auftretende Spannungen werden aufgrund der Bitumeneigenschaften und der Kraftaufnahme der Glasfasern abgebaut. Der Vliesstoff dient als Bitumenträger und verändert die Viskosität des Bitumens. Aufgrund dieser Eigenschaften wird das Durchschlagen der Risse und Fugen aus der vorhandenen Fahrbahn in den überbauten Asphalt erheblich verzögert bzw. gänzlich verhindert.

Durch eine sinnvolle Bauzeitenplanung der Stadt Magdeburg in Zusammenwirken mit dem Verleger und dem ausführenden Bauunternehmen war ein reibungsloser Ablauf möglich. Interessierte Teilnehmer von Behörden und Ingenieurbüros aus der Region konnten sich vor Ort von der einfachen und effizienten Verlegung des Verbundstoffes Tensar Glasstex P50 und der problemlosen Überbauung mit Asphalt überzeugen.