Tensar Geogitter haben sich nicht nur im Straßen- und Böschungsbau als Lösung für komplizierte Bauvorhaben etabliert. Die Einsatzmöglichkeiten sind unbegrenzt. Überall da, wo Erde zusammen gehalten werden muss, haben sich Geogitter bewährt.
Das wohl spektakulärste Projekt, mit dem Tensar derzeit von sich reden macht, ist das Landschaftskunstprojekt „Das Ohr“. Auf einem riesigen Areal in der Nähe von Boxberg (Oberlausitz) entsteht unweit vom heutigen Bärwalder See (ehemaliges Tagebaugelände), ein aus Erdwällen errichtetes menschliches Ohr. 320 Meter lang, an der höchsten Stelle 15 Meter hoch und damit das größte Ohr der Welt, ist es eines von vielen Einzelprojekten, mit denen der Zweckverband Landschaftspark Bärwalder See in der strukturarmen Region ein Naherholungsgebiet errichtet. Ziel ist es, die Attraktivität der Region zu steigern und vor allem als Reiseziel für Kurzurlauber und Touristen interessant zu machen.
Das Kunst(bau)werk ist nicht allein zum Anschauen da. Man kann das Ohr von allen Seiten besteigen. Schon heute, wo die Erdwälle erst durchschnittlich sechs Meter hoch sind, lässt sich erahnen, wie eindrucksvoll der Blick später über den Bootsanleger und den Bärwalder See hinweg bis in die Weite der Niederlausitz sein wird.
Der polnische Künstler Jaroslaw Kozakiewicz (Warschau) will mit seinem einzigartigen Landschaftskunstbauwerk Erholungssuchende am See nicht nur mit der Größe und der naturgetreuen Darstellung des Sinnesorganes beeindrucken: Die Ohrmuschel bildet mit den unterschiedlichen Anhöhen einerseits eine natürliche Barriere für Geräusche und Lichtspiegelungen, andererseits aber auch unterschiedliche Perspektiven. Dabei kommt der Höhepunkt zum Schluss: Wenn die gigantische Böschung, das Innenohr und die Ohrmuschel fertig gestaltet sind, wird in der Mitte des Ohres ein Amphitheater mit rund 120 Plätzen für Konzerte, Theateraufführungen und Filmvorführungen errichtet. Geplant sind einzigartige Sommerspektakel, bei denen Gäste in 15 Meter Höhe den Sonnenuntergang auf der Bühne des Amphitheaters erleben können. Dies wird durch eine speziell zu diesem Zweck vorgesehene Installation von zwei Spiegelsystemen ermöglicht. Zwischen der Amphitheaterbühne und den Sitzreihen plant der Künstler einen kleinen runden See, dessen Wasser den Himmel wider spiegelt und die von der Bühne wahrzunehmenden Klänge und Töne verstärkt.
Der Verfasser des Entwurfes sagt dazu selber: „In der sich ändernden Landschaft am Bärwalder See wird durch das riesige, aus der Erde hervorragende Ohr die Stille deutlich hörbar, die nach der Stilllegung des Tagebaus in dieser Region eingetreten ist – als würde die Erde ihr Ohr aufmachen, um den Geräuschen zu lauschen, die harmonisch mit der Natur erklingen“. Ein Anliegen des Zweckverbandes ist es auch, mit Hilfe des spektakulären Kunstprojektes in unmittelbarer Nähe eines modernen Kraftwerkes Natur und Technik in Einklang zu bringen.
So überzeugend wie die Botschaft des Künstlers in der Oberlausitz aufgenommen wurde, so anspruchsvoll stellte sich die Umsetzung des Landschaftskunstbauwerks dar. Die bauausführende Firma Nadebor Tief- und Landeskulturbau GmbH in Krauschwitz gab Tensar International den Zuschlag. Unter Anleitung und nach genauen Berechnungen durch Tensar lässt die Bauleiterin des 150 Mitarbeiter großen Familienunternehmens, Manja Nadebor, die unterschiedlich hohen Erdwälle und Wallböschungen nach dem System Tensar FB errichten und mit den einaxial gestreckten Tensar-Geogittern bewehren - dies sichert die dauerhafte Standsicherheit.
Um die Böschungsoberfläche gegen Erosion zu schützen und um eine dauerhafte Begrünung gewährleisten zu können, erfolgt zum Abschluss noch der Einbau der Erosionsschutzmatten Tensar-Mat.
Nachdem nun die Winterpause vorüber ist und die Bauarabeiten fortgesetzt werden, wird auch der bei Tensar zuständige Gebietsvertriebsleiter Erhard Luce wieder häufig vor Ort anzutreffen sein. Bislang wurden ca. 35.000 Quadratmeter Geogitter in diesem spektakulären Projekt verbaut. Fertigstellung soll voraussichtlich im Mai 2007 sein.
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