1/9/2007 |
Bauvorhaben Vorhop - Tansvaal |
Bauvorhaben Vorhop - Tansvaal
Ausgangslage
Aufgrund der zunehmenden Verschlechterung des Zustandes der K 20, Vorhop-Transvaal schrieb der Landkreis Gifhorn die Sanierung dieser Strecke aus. Wegen der knappen finanziellen Mittel kam ein kompletter Neuausbau nicht in Frage. Die Linienführung der K 20 sollte bestehen bleiben und die vorhandene Fahrbahnbreite von 5,00 m sollte auf 5,50 m erweitert werden. Auf einer Länge von 1.000 m (Gesamtausbaulänge 1.300 m) war der Unter¬grund aufgrund vorhandener Torflinsen als nur bedingt tragfähig einzuschätzen.
Das Problem
Im Rahmen der jährlich ausgeführten Grabenräumarbeiten ist der vorhandene Entwässerungsgraben offensichtlich aus hydraulischen Gründen tiefer ausgehoben worden. Wenn die Böschungen derart angeschnitten wird, kriechen sie fortwährend in Richtung Böschungsfuß und bewirken so die Schiefstellung der vorhandenen Bäume. (Bild 1 und 2). Auf der K 20 trat dieses Problem auf einer Länge von ca. 500 m auf. Betroffen war davon nur eine Straßenseite, da es auf der anderen Seite keinen Entwässerungsgraben gab.
Die Lösung
Die Abschnitte mit einem torfigen Untergrund erhielten einen 59 cm dicken, komplett neuen Oberbau. Als Alternative zu einer konventionellen Bauweise wurden die ungebunden Tragschichten in einer Stärke von 45 cm hergestellt und mit zwei Lagen Geogitter versehen. (Bild 3 und 4)
Die von der Fa. Tensar International GmbH durchgeführte Bemessung sah einen um ca. 30 % geringeren Aufbau gegenüber einem konventionellen Bodenaustausch vor.
In dem Bereich der angeschnittenen Dammböschung wurde eine Erdverbundkonstruktion eingebaut. Durch diese Konstruktion wird eine zusätzliche Stabilität im Bereich des Fahrbahnrandbereiches erzielt. Das Prinzip und der Einbau ist auf den Bildern 5 und 6 zu sehen.
Die Vorteile dieser Lösung waren:
• Vermeidung des Bodenaustauschs
• Erhöhung der Tragfähigkeiten trotz geringeren Aufbaus
• Vergleichmäßigung von Setzungen
• Größere Lastverteilung
• Deutlich kürzere Bauzeit
Durch eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis Gifhorn als Auftraggeber, dem Planungsbüro Schulz & Partner GmbH und der ausführenden Baufirma Ewald Kalinowsky GmbH & Co.KG war ein reibungsloser Bauablauf möglich.
Einmal mehr wurde deutlich, dass die Bauweise unter Einsatz von Tensar Geogittern eine kostengünstige und Ressourcen sparende Alternative zu konventionellen Bauweisen darstellt.
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