2/4/2009 |
Schallschlucker ist gleichzeitig attraktiver Hingucker |
Mit „Grunewald Villa“ sollte im gleichnamigen noblen Berliner Stadtteil ein neuer, luxuriöser Wohnkomplex entstehen. Wo früher einmal der Güterbahnhof Grunewald war, entstanden innerhalb von zehn Monaten Grundstücke, neue Straßen und Fußwege. Eine bautechnische wie optische Attraktion ist ein 940 Meter langer und bis zu zehn Meter hoher Lärmschutzwall. Das Besondere daran: Es handelt sich um ein mit Geogittern bewehrtes Lärmschutzwallsystem, das nicht nur den Schall schluckt, sondern sich als Grünanlage harmonisch und natürlich in die Architektur des neuen Luxus-Wohnquartiers einfügt. An der Konzeption dieser Lösung war Tensar – als eines der führenden Unternehmen im Bereich der Geokunststoffanwendungen – maßgeblich beteiligt.
Umfassender Projektservice:
Tensar war in allen Projektphasen - von der Projektentwicklung über die Ausschreibung bis hin zur Baustelleneinweisung und Baubegleitung - an der Realisierung dieser Baumaßnahme wesentlich beteiligt. Durch die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem beauftragten Planungsbüro (Ingenieurgesellschaft für Bau- und Verkehrswegeplanung, Schüßler-Plan) war es möglich, der Aurelis Real Estate GmbH & Co. KG als Auftraggeber eine innovative, kostengünstige und ökonomisch sowie ökologisch optimale Lösung anzubieten. Nach Abwägung und Auswertung der möglichen Alternativen war für den Bauherren klar, dass nur diese Variante in Frage kam. Durch die jahrzehntelange Erfahrung der beteiligten Partner konnte die Lösung immer mehr verfeinert, optimiert und den Anforderungen des Auftraggebers optimal angepasst werden.
Das Außergewöhnliche - und damit gleichzeitig Herausfordernde - war, dass auf der Bahnseite eine relativ verformungsarme und auf der Grundstücksseite eine flexible Außenhaut zur Ausführung kommen sollte. Dies erforderte eine sorgfältige Arbeit des ausführenden Bauunternehmens. Nach Auftragserteilung an die Firma EUROVIA Verkehrsbau Union GmbH, NL Berlin, stand deshalb die bautechnische Unterstützung im Vordergrund. Hierdurch war es möglich, Grundstückinteressenten bereits frühzeitig ein Bild von dem fertiggestellten Bauwerk zu präsentieren.
Das System beruht auf dem Konstruktionsprinzip der bewehrten Erde und besitzt bahnseitig eine Außenhaut aus bepflanzbaren Betonfertigteilen und grundstückseitig aus Stahlgitterelementen. Die lagenweise, mit den gemäß Statik erforderlichen Längen und Lagenabständen einzubauenden Tensar-Geogitter werden jeweils kraftschlüssig durch Formschluss mit den Frontelementen verbunden.
Der 940 m lange Lärmschutzwall besteht aus ca. 3.400 m² Ansichtsfläche des Systems Tensar Ebenseer NEW (bahnseitig) und 4.100 m² Ansichtsfläche des Systems Tensar Grün SG (grundstückseitig). Auf diesem bis zu sechs Meter hohen System wird anschließend eine vier Meter hohe Lärmschutzwand „Rau Extensiv R3“ aufgesetzt. Der Vorteil dieser alternativen Bauweise, die sich längst in allen Bereichen der Stützkonstruktionen und Böschungssicherungen tausendfach bewährt hat, kommt auch bei diesem Projekt zum Tragen: Die zur Rückverankerung verwendeten Tensar-Geogitter lassen aufgrund ihrer Produkteigenschaften und optimal aufeinander abgestimmten Systemkomponenten eine kurze und somit Kosten reduzierende und Ressourcen sparende Bauweise zu.
Vorteile dieser Konstruktion im Überblick:
• Begrünbares System zur Grundstückseite
• Platz sparendes System durch übersteile
Böschungen
• Sehr guter Schallschutz durch gering reflektierende Betonflächen
• Ökonomisch und ökologisch optimale Lösung
• Hohe Akzeptanz bei Anliegern durch eine
naturnahe Konstruktion
• Zielgerichtete Bepflanzung mit
ausgesuchten Gewächsen
• Keine aufwendigen Pflegearbeiten
• Optisch sehr ansprechend
• Hohe Bautagesleistung durch einfache
Verlegung
• Lange Lebensdauer durch hochwertige
Produkte
Flyer Downloadhier
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