Im Rahmen der Erweiterung des Vorfeldes A des Flughafens Köln-Bonn um eine Fläche von ca. 2,3 ha, wurde die Sicherung eines bis zu 5,5 m hohen Geländesprungs notwendig. Die erforderliche Sützkonstruktion musste den hohen ästhetischen, ökologischen, statischen und wirtschaftlichen Anforderungen des Flughafenbetreibers gerecht werden.
Aufgrund der guten Erfahrungen mit dem Bau von geogitterrückverhängten Gabionenwänden auf dem Gelände, konnte auch hier mit dieser Bauweise ein Bauwerk realisiert werden, dass alle Anforderungen erfüllte. Durch die mit Lavabruchsteinen befüllten Gabionenkörbe wurde neben den wirtschaftlichen Vorteilen gegenüber einer "grauen" Winkelstützwand aus Stahlbeton eine naturnahe, ansehnliche Ansichtsfläche geschaffen. Zusätzlich wurden dem Flughafenbetreiber durch die Wahl dieser ökologischen Bauweise Ökopunkte gutgeschrieben, die ebenfalls einen erheblichen finanziellen Vorteil mit sich brachten.
Die Besonderheit bei dem ausgeführten "System Tensar Gabione" ist die sichere, verschnittfreie, formschlüssige Verbindung der Außenhaut aus Gabionen zu den einaxial gestreckten Geogittern. Hierdurch können die auftretenden Kräfte aus Erddruck und der mit Schwerlastverkehr (SLW60) belasteten Fläche sicher abgeleitet werden.
Der Einbau, die Befüllung der Gabionen sowie die Verlegung der Geogitter wurde durch eine Fachfirma ausgeführt und führte zu einer hohen Qualität des Bauwerks und zu einer schnellen Bauzeit.
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