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News und aktuelle Projekte |
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1/9/2004 |
Kombination von bewehrten Kies-/Schottertragschichten mit dem CSV-Verfahren |
Kombination von bewehrten Kies-/Schottertragschichten mit dem CSV-Verfahren Auf Grund der stetig knapper werdenden Platzverhältnisse werden auch auf Grundstücken mit sehr schlechten Bodenverhältnissen zunehmend Bauvorhaben realisiert, bei denen Bodenverbesserungsmaßnahmen, z.B. Tragelemente des Spezialtiefbaus, ausgeführt werden müssen. Problematisch ist hierbei die Befahrbarkeit des Geländes mit den erforderlichen Baufahrzeugen, um die Tragelemente herzustellen. Durch die Verlegung von Geokunststoffen, insbesondere von biaxial gestreckten Geogittern, zusammen mit einer Schüttlage aus Kies, Schotter oder Recyclingmaterial, wird die Befahrbarkeit auf einer Arbeitsplattform über den wenig tragfähigen Untergrund erreicht. Im Baugebiet Dorfen wurden zur Gründung von zwei Verbrauchermärkten CSV-Säulen hergestellt. Wegen der schlechten Untergrundverhältnisse wurden beim Bau des Gewerbe- sowie des Wohngebietes biaxial gestreckte Tensar Geogitter zur Bewehrung des Straßen- und Parkflächenunterbaus sowie zur Kanalgründung eingesetzt. Beim CSV-Verfahren (Combined Soil Stabilization with Vertical Columns) handelt es sich um eine Bodenverbesserung mit Kalk-/Zement-/Sandsäulen. Ein spezieller Bohrkopf bringt eine Trockenmischung aus Sand und Zement bzw. Kalk in gering tragfähigen, bindigen Boden ein, wodurch Säulen mit einem Durchmesser von 10 bis 20 cm hergestellt werden (Abbildung 1). Es wurden zwei Versuchsfelder mit der Kombination, bestehend aus biaxial gestreckten Tensar Geogittern (Typ SS30 und SSLA30) mit einem Straßenbauvliesstoff, mit gleichen Zugfestigkeiten der Geogitter, jedoch mit unterschiedlichen Öffnungsweiten der Geogitter, hergestellt. Beide Probefelder wurden mit einem Recyclingmaterial der Körnung 0/100 mm überschüttet und mit einer schweren Rüttelplatte verdichtet. Auf der so hergestellten Arbeitsebene wurden die CSV-Säulen mit einem Abstand von 1,30 m, bestehend aus einem Gemisch aus 75% Sand und 25% Portlandzement PZ 35, eingebaut. Insbesondere im Niveau des Säulenkopfes wurde bis in eine Tiefe von 0,30 m das Stabilisierungsmaterial „gestopft“, um eine gute Verbindung mit den Geogittern zu erreichen. Anschließend wurden Teilflächen der Versuchsfelder mit einer 0,40 m sowie mit einer 0,65 m dicken, zusätzlichen Lage aus Recyclingmaterial der Körnung 0/100 mm hergestellt. Die anschließend durchgeführten Lastplattendruckversuche zeigten einen direkten Zusammenhang zwischen der zunehmenden Schüttdicke und einem höheren Verformungsmodul Ev2.
Im Zuge der weiteren Untersuchungen wurden die CSV-Säulenköpfe freigelegt, die Oberfläche der Geogitter eingemessen und intensiv visuell begutachtet (vgl. Abbildung 2 und 3). Die visuelle Einbindung der Geokunststoffe lag zwischen 50 und 100%. Nachfolgend wurden die Verbundstoffe in der Mitte zwischen den Säulen durchtrennt und mit den CSV-Säulen zur weiteren Untersuchung ins Labor der Landesgewerbeanstalt Bayern (LGA) gebracht. Hier wurde der Herausziehwiderstand an 20 cm breiten Streifen der Geogitter bestimmt (Abbildung 4).
In einem zweiten Untersuchungsschritt wurden die Verformungen und die Erddrücke in einer bewehrten Tragschicht mit CSV-Säulen gemessen. Hierzu wurde ein weiteres Probefeld mit einem Kombinationsprodukt Tensar SS30-G und einer 25 cm mächtigen Schicht aus Recyclingmaterial (Körnung 0/100 mm), einer zweiten Lage Geogitter (Tensar SS20) sowie einer 25 cm dicken Frostschutzschicht aus Kies der Körnung 0/32 mm angelegt (geogitterbewehrte Lastübertragungsmatratze). Die CSV-Säulen wurden nach der Schüttung einer 20 cm dicken Arbeitsebene des Recyclingmaterials wie bei den zuvor angelegten Probefeldern hergestellt. Um die Gewölbewirkung dieses Aufbaus zu belegen, wurden auf dem Erdplanum (mittig zwischen CSV-Säulen unter- und oberhalb des Tensar Geogitters SS30-G) und jeweils auf CSV-Säulen Setzungsmessplatten und Erddruckmessdosen angeordnet.
Nach der Herstellung dieser bewehrten Lastübertragungsmatratze erfolgte eine Ballastierung mit 1,50 m Frostschutzkies (in drei Schüttlagen), der anschließend auf 75 cm zurückgebaut und abschließend mittels einer schweren Rüttelplatte verdichtet wurde (vgl. Abbildung 5).
Die durchgeführten Untersuchungen zeigen die folgenden Ergebnisse:
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