Sind Deutschlands Straßen noch zu retten?
Ein stark angestiegenes und immer noch zunehmendes Verkehrsaufkommen in Deutschland führt zu einer wachsenden Belastung der Straßen. Insbesondere der Schwerlastverkehr in Verbindung mit immer höheren Achslasten beansprucht die Asphaltbeläge in erheblichem Maße und führt immer rascher zu Schäden und damit zu einem steigenden Sanierungsbedarf.
Gleichzeitig sind die öffentlichen Haushalte zum Sparen gezwungen. Die finanziellen Mittel für die Erhaltung unserer Straßen sind in den letzten Jahren deutlich verringert worden und die öffentlichen Haushalte haben oft nur die Möglichkeit zu reagieren anstatt zu agieren. Erforderliche Investitionen können in vielen Bereichen nur noch bis zu maximal 50% realisiert werden. Die Auswirkungen dieser „Sparpolitik“ sind unübersehbar.
Den Verantwortlichen sind die Hände gebunden. Häufig bieten weitere Geschwindig-keitsbegrenzungen oder das notdürftige „Flicken“ von Straßen die einzige Möglichkeit zur Verbesserung der Straßen. Was aber nützt diese „Flickschusterei“, wenn der gleiche Aufwand in ein oder zwei Jahren erneut betrieben werden muss?
In dieser Situation sind Lösungen gefragt, die die Gebrauchstauglichkeit von Straßen unter Umständen ohne einen grundhaften Neuaufbau deutlich verlängern. Eine Lösung bieten die seit über 20 Jahren bewährten Tensar-Systeme zur Asphaltbewehrung als eine wirtschaftliche Alternative zu konventionellen Sanierungsmaßnahmen.
Anwendungsbereiche der Tensar-Systeme zur Baulichen Erhaltung von Verkehrsflächen
Tensar bietet – je nach Schadensbild – zwei unterschiedliche Produktgruppen zur Asphaltbewehrung: Tensar AR-G und Tensar Glasstex.
Tensar AR-G ist ein speziell für die bauliche Erhaltung von Verkehrsflächen entwickeltes, verformungsstabiles und knotensteifes Polypropylengitter mit einem thermisch aufgebrachten Vliesstoff. Die thermische Verbindung mit dem mechanisch verfestigten Vliesstoff aus Polypropylen/Polyester hat eine abdichtende Funktion im gebundenen Oberbau und dient zusätzlich als Einbauhilfe.Umfangreiche Untersuchungen belegen, dass durch den Einsatz von Tensar AR-G eine deutliche Reduzierung der Spurrinnenbildung sowie eine Verminderung von Ermüdungs- und Reflexionsrissen erreicht wird.
Tensar Glasstex P 50 und P 100 ist ein mit Glasfaserfilamenten verstärkter Vliesstoff. Er wird überall dort eingesetzt, wo temperatur- oder verkehrslastbedingt hohe Zugspannungen auftreten. Die Glasfaserfilamente gewährleisten eine hohe Kraftaufnahme bereits bei geringer Dehnung und sorgen so dafür, dass es zu erheblich geringerer Rissfortpflanzung kommt.
Bauvorhaben Asphaltdeckensanierung der L 217 in Winsen/Drage,
System Tensar BEV, Tensar AR-G
Zustandsbeschreibung
Der Asphaltbelag der L 217 zwischen Winsen/Luhe und Drage von km 2+960 bis km 6+900 konnte auf Grund der vorhandenen Fahrbahnschäden teilweise nur noch mit Geschwindigkeitsbegrenzung befahren werden. Die Fahrbahn wies insgesamt sehr starke Unebenheiten auf. In Bereichen kreuzender Durchlässe waren Absackungen über die gesamte Fahrbahn erkennbar.
Als Hauptschäden waren an vielen Stellen deutlich zu erkennen:
- abgesackte Fahrbahnränder durch Ausweichen der Straßenränder
- Durchschlagen von Rissen durch Verformungen der darunter liegenden Tragschichten

Abb. 1: Straßenzustand vor der Sanierung
Projektbeschreibung
Das Straßenbauamt Lüneburg schreib eine Sanierung der Landesstraße L 217 aus.
Der Fahrbahnaufbau sollte insgesamt verstärkt werden. Am linken und rechten Fahrbahnrand wurden jeweils Tensar AR-G Geogitter auf einer Ausgleichsschicht in einer Breite von 1,90 m verlegt. Durch den Einbau des Geogitters konnten aufwendige Sanierungsmaßnahmen verhindert werden.
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| Abb. 2: Verlegung Tensar AR-G |
Abb. 3: Überbauung Tensar AR-G |
Wegen der besonderen Art und Schwere der Schadensmerkmale entschied die Firma Tensar International GmbH mit Unterstützung des Straßenbauamtes Lüneburg, die Landesstraße L 217 in Teilbereichen als Langzeitteststrecke auszubauen.
Vor Beginn der Bauarbeiten wurde vom Ingenieurbüro für Verkehrswegebau, Hannover, eine Bestandsaufnahme der Gesamtstrecke durchgeführt. Am linken und rechten Fahrbahnrand sowie in der Fahrbahnmitte wurden Impulsradarmessungen vorgenommen. Außerdem wurde der Fahrbahnquerschnitt an verschiedenen Stellen erfasst.
Die Teststrecken von jeweils 50 m Länge wurden wie folgt angelegt:
a) Verlegung von Tensar AR-G Geogitter an beiden Fahrbahnrändern,
b) kein Einbau von Geogitter,
c) Verlegung von Tensar AR-G über die gesamte Fahrbahnbreite.
Nach Beendigung der Baumaßnahme ist die Durchführung regelmäßiger Messungen vorgesehen, um die Langzeitwirkung von Tensar AR-G Geogitter zu ermitteln.
Bauvorhaben Ortsdurchfahrtsstraßen Genthin,
System Tensar BEV, Tensar Glasstex P 100
Zustandsbeschreibung
Die Betonfahrbahnen der Ortsdurchfahrtsstraßen in Genthin (Sachsen-Anhalt) waren durch die wachsenden Verkehrsbeanspruchungen beschädigt und wiesen neben Quer- und Längsfugen zusätzlich Risse auf, die durch das Brechen der Betonplatten entstanden sind. Eine Sanierung der Fahrbahnen, auch bedingt durch die hohe Verkehrsbelastung in Verbindung mit einer unzumutbaren Lärmbelästigung der Anwohner war unumgänglich.
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Abb. 4: Abfräsen der Betonfahrbahn
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Abb. 5: Überbauen des Tensar Glasstex
mit der Asphaltdeckschicht |
Projektbeschreibung
Das Straßenbauamt Magdeburg schrieb eine Sanierung unter Einsatz eines glasfaserverstärkten Vliesstoffes aus. Die vorhandene Betonfahrbahn wurde in einer Stärke von ca. 10 cm abgefräst. Zunächst wurde der Binder mit einer Stärke von 6 cm auf der abgefrästen Fläche eingebaut, wodurch ein relativ aufwendiges Verfüllen der Fugen entfallen konnte. Auf der sehr ebenen, glatten Oberfläche des Binders konnte anschließend der glasfaserverstärkte Verbundstoff Tensar Glasstex P100 optimal und effektiv in eine zuvor aufgespritzte Bitumenemulsion verlegt werden. Im Anschluss wurde mit einer 4 cm starken Asphaltdeckschicht überbaut.
Bei einer Veranstaltung vor Ort im August 2003 konnten sich interessierte Besucher von Behörden und Ingenieurbüros aus der Region von der einfachen und effizienten Bauweise des Tensar Systems BEV Glass überzeugen. Durch den Einsatz von Tensar Glasstex im System Tensar BEV wird das Durchschlagen von Rissen vermindert bzw. verhindert. Zusätzlich konnte von einer grundhaften Erneuerung abgesehen werden.
weitere Informationen:
Tensar International GmbH
Brühler Straße 9
D-53119 Bonn
Telefon: +49 (0) 228/91392-0
Fax: +49 (0) 228/91392-11
E-Mail: vertrieb@tensar.de
Internet: http://www.tensar.de
Kontakt:
Erhard Luce
E-Mail: luce@tensar.de

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